Akutgeriatrie
Die demografischen Veränderungen in unserer Gesellschaft bringen einen deutlich erhöhten Grad an Komplexität in den medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Alltag, dem wir am GZF proaktiv Rechnung tragen. Durch die steigende Lebenserwartung der Menschen begegnen uns vor allem polymorbide Patient:innen, das heisst Patient:innen, die gleichzeitig verschiedene Erkrankungen aufweisen, was ihre Behandlung herausfordernder und anspruchsvoller macht. So treten vermehrt Demenzerkrankungen auf, die wir mit spezialisierten Konzepten (von der Früherkennung bereits bei der Hausärztin/beim Hausarzt über Ernährungskonzepte bis hin zur Betreuung im Pflegeheim) möglichst umfassend behandeln. Entsprechend müssen sich Gesundheitsinstitutionen auf diese sich wandelnden Bedürfnisse anpassen.
So setzen wir in unseren Spitälern und Pflegeheimen auf einen integrierten, möglichst interdisziplinären und interprofessionellen Betreuungsansatz. Als Beispiel dafür kann die spezialisierte Abteilung für Akutgeriatrie am Spital Rheinfelden genannt werden. Die Akutgeriatrie fokussiert im interdisziplinären Betreuungsansatz auf Fragen der Altersmedizin und Frührehabilitation. Denn ein akutes Ereignis, wie beispielsweise ein Sturz oder eine schwere Erkrankung, kann ältere Menschen in ihrer Selbstbestimmtheit zu Hause oft vorübergehend beeinträchtigen.
Die Akutgeriatrie bietet deshalb ein umfassendes Betreuungskonzept an, mit dem Patient:innen individuell betreut und therapiert werden und so auf den Alltag zuhause vorbereitet werden. Zur Verbesserung ihrer Lebensqualität werden dabei nicht nur körperliche, sondern auch psychische, funktionelle und soziale Aspekte der medizinischen Betreuung berücksichtigt. Wichtig ist dabei auch, die Angehörigen mit einzubeziehen.